In kaum einem anderen Bereich leistet die Patentierung von Erfindungen einen so wichtigen Beitrag zu Schutz und Entwicklung eines erfolgreichen Portfolios an Produkten, Neuentwicklungen sowie Verkaufs- und Lizenzoptionen wie im hier betitelten Gebiet – und bildet auch eine wichtige Basis für künftige Forschung und Entwicklung. Und besonders hier zeigt sich: Einerseits sind die Patenterteilungsverfahren komplex, andererseits müssen es am Ende starke Patente sein – denn gerade hier gehören nachfolgende Streitprozesse zur Tagesordnung.
Mit Prüfer & Partner können Sie sich darauf verlassen, dass Ihr Patent möglichst stark und sicher ist – wir analysieren genau und formulieren Ihr Patent so, dass Sie aus einer Position der Stärke agieren können.
Umgekehrt decken wir durch sorgfältige Prüfung Schwächen gegnerischer Patente im Streitfall auf. Wir beraten Sie in folgenden Bereichen:
PRÜFER & PARTNER mbB
Patentanwälte • Rechtsanwälte
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Typischerweise können neue Wirkstoffe (New Chemical Entities, NCEs), polymorphe Formen, Salze, Derivate, neue Indikationen bekannter Substanzen, Formulierungen (z. B. Retardformen), Dosierungsschemata und Herstellungsverfahren unter bestimmten Voraussetzungen patentiert werden. Auch Kombinationen und spezielle Applikationsformen (z. B. transdermal, inhalativ) sind oft schutzfähig.
Im Bereich Biotechnologie sind etwa gentechnisch veränderte Organismen, rekombinante Proteine, Antikörper, Impfstoffe, CRISPR-Technologien oder Produktionsverfahren (z. B. Zelllinien, Fermentationstechniken) potenziell schutzfähig. Hier gelten allerdings besondere Anforderungen an die Offenbarung – insbesondere bei Sequenzen, Vektoren und Expressionssystemen.
Ja. Sofern eine polymorphe Form eines bekannten Wirkstoffs technisch unterscheidbare Eigenschaften (z. B. Bioverfügbarkeit, Stabilität) aufweist und neu ist, kann sie patentierbar sein. Gleiches gilt für neue medizinische Indikationen bereits bekannter Wirkstoffe – dies ist besonders im Bereich „Repositioning“ und „Repurposing“ von Bedeutung.
Immunologische Wirkstoffe, wie monoklonale Antikörper oder mRNA-basierte Impfstoffe, unterliegen besonders hohem Innovationsdruck und regulatorischen Anforderungen. Ein fundiertes IP-Konzept ist hier essenziell – etwa zum Schutz spezifischer Antigen-Zielstrukturen, Formulierungen oder Herstellverfahren. Patente sind oft Voraussetzung für Zulassungsstrategien und Investitionssicherheit.
Verfahren zur Kultivierung, Isolierung oder Modifikation von Mikroorganismen – etwa für die Herstellung von Antibiotika, Enzymen oder bioaktiven Stoffen – können ebenso schutzfähig sein wie Diagnostikmethoden, sofern sie technische Merkmale aufweisen. Bei In-vitro-Diagnostik (IVD) ist dabei insbesondere auf die Einhaltung der „Diagnostik-Ausnahme“ im Patentrecht zu achten.
Im pharmazeutischen Bereich sind die Patentlaufzeit und Marktexklusivität von zentraler Bedeutung. Neben der Patentanmeldung sollten daher ergänzende Schutzmechanismen wie Schutzzertifikate (SPC), Datenexklusivität und Markenrechte strategisch berücksichtigt werden – insbesondere bei internationaler Vermarktung. Wir unterstützen bei der Koordination europäischer und weltweiter Anmeldestrategien (z. B. PCT).
Ein spezialisierter Patentanwalt begleitet Projekte bereits in der frühen Forschung: durch Freedom-to-Operate-Analysen, Bewertung der Schutzfähigkeit, Formulierung tragfähiger Patentansprüche und Begleitung von Prüfungsverfahren. Auch bei Lizenzverhandlungen, Due Diligence und IP-Litigation stehen wir als Partner an Ihrer Seite.
Unsere Fachkompetenz, persönliche Nähe und proaktive Fullservice-Mentalität zeichnen uns als zuverlässige Lösungsfinder aus. Wir sind stolz darauf, dass unsere langjährigen Mandatsbeziehungen im Schnitt über 20 Jahre bestehen – ein Zeichen für das Vertrauen unserer Mandanten in unsere Arbeit.